Das Rebhuhn - ein heimlicher Feldbewohner ist Vogel des Jahres 2026
Naturpark und LBV bieten Vortrag im Naturparkhaus
Deutschland hat einen neuen Vogel des Jahres: 2026 trägt das Rebhuhn (Perdix perdix) den Titel und löste damit den Hausrotschwanz ab. Die Menschen haben eine europaweit stark gefährdete Vogelart gewählt und ihr so die dringend nötige Aufmerksamkeit verschafft. Das Rebhuhn ist ein echter Charaktervogel der Feldflur, der einst häufig zu beobachten war. Sein Bestand ist seit den 1970er Jahren und noch deutlicher um 1990 dramatisch zurückgegangen. In Bayern leben Schätzungen zufolge nur noch um die 3000 Brutpaare. Die Gründe: Feldraine und Hecken verschwinden und die Insektennahrung ist spärlich geworden. Auch im Landkreis Regen ist der ehemals gute Bestand dieser Vogelart drastisch eingebrochen. In den letzten Jahren konnten keine Bruten mehr festgestellt werden.
Die Kreisgruppe Regen des LBV wird am Donnerstag, 26.03.2026 um 19.30 Uhr im Naturparkhaus in Zwiesel den Jahresvogel vorstellen. Die Biologin Ruth Waas von der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Niederbayern wird in ihrem Vortrag mit zahlreichen Bildern über Aussehen, Lebensweise, Verwandtschaft und Gefährdung des Rebhuhns berichten.
Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt. 1996 startete die LBV Kreisgruppe ihre gemeinsame Vortragsreihe zusammen mit dem Naturpark Bayerischer Wald, die seitdem ohne Unterbrechung durchgeführt wird.
Bereits vorher um 18 Uhr sind alle Mitglieder und Naturinteressierte zu einem Stammtisch der LBV Kreisgruppe Regen im Waldgasthof Greipl in Dreieck herzlich eingeladen. Insbesondere für Neu- und noch Nichtmitglieder wird dort die Arbeit der Kreisgruppe und Aktuelles vorgestellt. Die Getränke dort sind frei.